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 The Story of Rhein Control 

Im Dezember 2009 veröffentlichte die International Advisory Group Air Navigation Services (ANSA) in der Schweiz eine Dokumentation mit dem Titel "The Story of Rhein Control", die eine kritische Bewertung der in den Jahren 1957 bis 1977 im oberen Luftraum Deutschlands geleisteten Flugverkehrsdienste (ATS) darstellt. Der Autor der Dokumentation, Frank W. Fischer, ist ein vom Generaldirektorat "Energie und Transport" (TREN) der Europäischen Kommission (EC) in Brüssel akkreditierter Luftverkehrs-Management-Experte (ATM), der selbst zu Beginn seiner nunmehr 52-jährigen Berufslaufbahn 17 Jahre als Flugverkehrsleiter der Zentrale "Rhein Control" angehörte und ihre Entwicklung bis zum Jahr 1981 in verschiedenen Funktionen der damaligen Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) mitverfolgte.

Verkehrsschild zur Auffahrt von Rhein Control auf dem Erbeskopf

Panaramabild Rhein Control auf dem Erbeskopf

Controller Arbeitsplatz bei Rhein Control
Es handelt sich bei dieser Dokumentation vorrangig um einen Bericht über die Handhabung des zivilen und militärischen Luftverkehrs im oberen Luftraum durch die damals für die Flugsicherung zuständigen Luftfahrtorganisationen und Luftfahrtbehörden ICAO, EUROCONTROL, NATO, BMV mit BFS und BMVg mit dem Luftwaffenamt. Die Flugsicherungszentrale Rhein Control war von 1957 bis 1968 auf dem Erbeskopf im Hunsrück und wurde anfangs von der US-Luftwaffe und ab 1964 von der Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) betrieben. Die Dokumentation bezweckt einen tieferen Einblick in die grundsätzliche Problematik der Flugverkehrskontrolle aus der Sicht des täglichen Flugbetriebs und deren Auswirkungen auf die Flugzeugführer in der Aufbauphase des Luftverkehrs zu geben.

Heute ist Rhein Control als Bezirkskontrollzentrale der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) in Karlsruhe ansässig. Sie dient dem Autor durch die insbesondere bis 1977 durchgemachte Entwicklung als zivil und militärisch integrierte Zentrale des oberen Luftraums im damaligen Zuständigkeitsbereich der Organisation EUROCONTROL, als hierfür wohl geeignetstes und in Europa einzigartiges Beispiel. Dies gilt besonders für die betrieblichen und rechtlichen Aspekte der damaligen Erbringung von Flugverkehrsdiensten für alle zivilen und militärischen Benutzer des oberen Luftraums.

Diese umfangreiche in Luftfahrt-Englisch verfaßte Dokumentation beurteilt die negativen betrieblichen Auswirkungen der damals geleisteten Flugverkehrskontrolldienste (ATC) sowie Fluginformationsdienste (FIS) auf die zivilen und militärischen Flugzeugführer unter den damals angewendeten internationalen (ICAO), supranationalen (EUROCONTROL und NATO) sowie nationalen (BFS und Deutsche Luftwaffe) Richtlinien und Regeln.

Über 130 Luftverkehrsgesellschaften, einschließlich der Deutschen Lufthansa zusammen mit allen in und über Westdeutschland operierenden, fliegenden Verbände der NATO waren mit oft gravierenden Auswirkungen durch jährlich hunderte von Staffelungsunterschreitungen und gefährlichen Begegnungen davon betroffen. Die rasant zunehmende Verkehrsentwicklung und das zivile und militärische Verkehrsaufkommen in den Zeiten des Kalten Krieges werden anhand der damals vorgenommenen Verkehrserhebungen verdeutlicht. Besondere Beachtung wird dem Aspekt des militärischen Flugverkehrs, seiner Zusammensetzung und Einsatzaufgaben gewidmet. Die damalige Struktur des oberen Luftraums und das zivile und militärische Streckennetz sind ausführlich beschrieben.

In der Einleitung kommentiert verfolgt diese Dokumentation die Anfänge der deutschen Flugsicherung in den ersten Jahren ab 1949 unter den damaligen Siegermächten und der Kontrolle des Alliierten Hochkommissars der US-Streitkräfte (HICOG) in Frankfurt/Main mit der Gründung der Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) im Jahre 1953, der teilweisen Wiedererlangung der Lufthoheit 1955 und der Errichtung der Flugsicherungszentrale Rhein Control als Teil und unter dem Kommando der US-Luftwaffe im Jahre 1957. Der Bericht umfaßt die Entstehung, die Entwicklung, das Umfeld, die Bedingungen und den damaligen Betrieb der Zentrale in den ersten 20 Jahren ihres Bestehens. Die im Detail geschilderte Entwicklung dieser Zentrale verdeutlicht, aus welchen damaligen Anforderungen des zivil und militärisch integrierten Betriebs heraus die heute angewendeten Verfahren in der Flugverkehrskontrolle notwendig wurden. Hierzu gehören heute selbstverständliche Verfahren wie Flugverkehrsfluß-Steuerung (ATFM), die digitale Radardatendarstellung, die Anwendung von Flächennavigationsverfahren (RNAV), der automatisierte Flugverlaufs-Kontrollstreifendruck sowie die Anwendung des Sekundärradar (SSR). Die rechtlichen Auswirkungen durch jahrelange Nichtbeachtung internationaler ICAO-Richtlinien des Anhangs 11 (ATS, Flugverkehrsdienste) zur Internationalen Luftfahrt Konvention der ICAO und der sich daraus ergebenden Konsequenzen in der Beeinträchtigung der Flugsicherheit werden ausführlichst kommentiert, ebenso wie auch die immer wieder abgeänderten Beschlüsse von EUROCONTROLzur Übernahme der Flugverkehrsdienste im oberen Luftraum Deutschlands.

Radarbildschirm bei Rhein Control
Als Grundlage für die gemachten Ausführungen, Erläuterungen und Kommentare dienten über 1.000 dem Autor vorliegende Unterlagen aus BFS, BMV, BMVg, EUROCONTROL, NATO und USAFE Quellen. 92 vollständig wiedergegebene Quellendokumente erlauben dem Leser, sich sein eigenes Bild zu machen und die Schlußfolgerungen nachzuvollziehen. Der Autor führt den an der Flugsicherung Interessierten anhand der geschilderten Geschehnisse durch den Alltag des Flugsicherungsbetriebs der damaligen Zeit. Separate Kapitel enthalten die rechtlichen, technischen, betrieblichen und infrastrukturellen Unzulänglichkeiten und die aus ihnen über die Jahre entstandenen Vorkommnisse und Gefährdungen des Flugverkehrs. Ferner wird die Zusammenarbeit und Verwobenheit dieser Flugverkehrszentrale mit der NATO Luftverteidigungsorganisation und deren Stellungen behandelt. Schließlich werden die Konsequenzen des Einflußes von EUROCONTROL auf die Entwicklung der Zentrale und auf ihre betrieblichen Verfahren kommentiert.

Diese Dokumentation mit dem Blick hinter die Kulissen der damaligen Flugsicherungs-Behördenwelt stellt die verschiedenartige Entwicklung und den internen Betrieb dieser Zentrale im Vergleich zu anderen Flugsicherungszentralen und gleichzeitig eine kritische Betrachtung und Erläuterung der Flugverkehrskontrolle der ersten Dekade des Jet-Zeitalters und des mühsamen Entstehens einer sinnvollen Flugverkehrskontrolle im oberen Luftraum Deutschlands dar, resultierend in einem für die zivilen und militärischen Flüge höchst unsicheren System über einen Zeitraum von 16 Jahren - bis auch dort im Jahre 1976 kontrollierter Luftraum eingeführt wurde.
German Air Traffic Control During The Cold War: The Story of Rhein Control
German Air Traffic Control During The Cold War: The Story of Rhein Control
The Operation of ATC in Southgermany's Upper Airspace 1957-1977
Dritter Teil über die Entwicklung der Flugsicherung in Deutschland
Frank W. Fischer

552 Seiten in englischer Sprache
Verkaufspreis: 76,96 Euro
ISBN-13: 978-1-5369-9439-1

Erhältlich im Buchhandel, beispielsweise bei www.Amazon.de oder www.Amazon.com.
Eine kostenlose Leseprobe steht bei Google Books zur Verfügung.
Über die Flugverkehrskontroll-Zentrale Rhein Control
Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges befand sich die Flugsicherung weltweit noch im Entstehen. Eine Trennung bzw. Staffelung von Flügen untereinander in Form der Flugbewegungslenkung gab es in Europa damals noch nicht. Zu Kriegsende entstand durch die vielen militärischen Transportflüge der Alliierten (Allied Expeditionary Forces, AEF) und durch die Wiederaufnahme des zivilen Flugverkehrs das Erfordernis, eine Bewegungslenkung des Flugverkehrs einzuführen, insbesondere für Flüge unter schlechten Sichtbedingungen. Dies führte zwischen 1944 und 1947 zur Gründung der Internationalen Zivilluftfahrt Organisation ICAO (International Civil Aviation Organization) im Rahmen der UN mit einem internationalen Regelwerk standardisierter Verfahren zur Bewegungslenkung von Flügen im Rahmen einer Flugverkehrskontrolle, zur Abwicklung des Funkverkehrs, der Strukturierung des Luftraums, der Vereinheitlichung von Funknavigationsanlagen und des Betriebs von Flugzeugen.

Bis zur Wiedererlangung der Souveränität Deutschlands übten in den damaligen Besatzungszonen Deutschlands die Streitkräfte der Siegermächte diese Flugsicherungsdienste aus. Bereits im Jahre 1953 wurde allerdings eine Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) ins Leben gerufen, also noch bevor die Bundeswehr entstand, die diese Dienste für den Flugverkehr Zug um Zug übernahm. Im Jahre 1956 trat die Bundesrepublik Deutschland als Mitglied der ICAO bei und übernahm deren Richtlinien und Empfehlungen in die nationale Luftverkehrsgesetzgebung. Von da an unterlag die Durchführung des Flugverkehrs den Flugsicherungsdiensten der BFS. Ausgenommen blieb der militärische Einsatzflugbetrieb (Operational Air Traffic, OAT). Bereits 1954 wurde erkannt, dass die sich durch die technische Weiterentwicklung der Luftahrzeugindustrie mit erhöhten Flugleistungen ergebende Mischung von zivilen mit militärischen Einsatzflügen im gemeinsamen Luftraum über knapp 6.100 Meter (20.000 Fuss) Flughöhe zu gefährlichen Annäherungen zwischen diesen Flügen führte. Dies war besonders in Süddeutschland - etwa südlich der Linie von Köln bis Kassel - in der amerikanischen und französischen Besatzungszone ein Problem geworden.

Lauftraum Sektor Rhein Control
Abbildung: Lauftraumsektor von Rhein Control

Daher wurde von den USA und der BRD kurioserweise und als einmaliges Beispiel in Europa beschlossen, für diesen Bereich des Luftraums eine gemeinsame Flugverkehrskontroll-Zentrale für allen zivilen und militärischen Flugverkehr zu errichten; ausgenommen waren lediglich die Flüge unter direkter Kontrolle der Luftverteidigungsstellen. Diese Zentrale, errichtet und betrieben unter der Leitung der US-Luftwaffe, nahm im Juni 1957 auf dem Erbeskopf im Hunsrück in der Nähe der Kleinstadt Birkenfeld-Nahe ihre Tätigkeit unter dem Funkrufzeichen RHEIN CONTROL auf. Bis 1963 wurde von dort die Flugverkehrskontrolle, d.h. die Staffelung ohne Radar nach konventionellen Verfahren von Flughöhe 20.000 Fuss über NN bis einschließlich 25.000 Fuss und darüber hinaus der Verkehrsinformationsdienst (FIS) ausgeübt. Die Zentrale unterstand bis 1964 dem Kommando der US-Luftwaffe; die operationelle Betriebsdurchführung ab September 1960 dann der BFS in Zusammenarbeit und mit gemischter Personalbesetzung durch die US-Luftwaffe, durch die BFS und durch die Deutschen Luftwaffe. Zwischen 1964 und 1977 stellte Rhein Control eine Flugsicherungszentrale unter der Zuständigkeit der "Europäischen Organisation für die Sicherung der Luftfahrt" (EUROCONTROL), betrieben in deren Auftrag durch die BFS, dar.

Arbeitsplatz Rhein Control
Abbildung: Arbeitsplatz Rhein Control

Rhein Control wurde im Frühjahr 1968 an den Flughafen Frankfurt/Main verlegt und zog 1977 an ihren endgültigen Standort nach Karlsruhe um. Sie übt heute die Flugverkehrskontrolle als Niederlassung der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) über dem größten Teil Süddeutschlands (außer Bayern) und über dem Gebiet der ehemaligen DDR in Flughöhen über Flugfläche 250 aus. Es ist diese Flugsicherungszentrale, der dieser Bericht für die Zeit ihrer Gründung und Entwicklung bis 1977 gewidmet ist.
German Air Traffic Control During The Cold War: The Story of Rhein Control
German Air Traffic Control During The Cold War: The Story of Rhein Control
The Operation of ATC in Southgermany's Upper Airspace 1957-1977
Dritter Teil über die Entwicklung der Flugsicherung in Deutschland
Frank W. Fischer

552 Seiten in englischer Sprache
Verkaufspreis: 76,96 Euro
ISBN-13: 978-1-5369-9439-1

Erhältlich im Buchhandel, beispielsweise bei www.Amazon.de oder www.Amazon.com.
Eine kostenlose Leseprobe steht bei Google Books zur Verfügung.
Die Dokumenation "The Story of Rhein Control" ist ein historischer Tatsachenbericht und Kommentar zur Entwicklung der deutschen Flugverkehrs-Kontrollzentrale Rhein Control, so wie sie ab dem Jahre 1957 von der US-Luftwaffe und der damaligen Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) in Birkenfeld-Nahe und Frankfurt/Main unterstützt durch die Deutsche Luftwaffe betrieben wurde. Rhein Control war und ist immer noch eine Flugverkehrs-Kontrollzentrale für den oberen Luftraum, früher zuständig für den gesamten süddeutschen oberen Luftraum, heutzutage aber zusätzlich auch für das ganze Gebiet Ostdeutschlands (Berlin UIR). Die Dokumentation ist von einem damaligen Flugverkehrsleiter und Sachverständigen für Flugverkehrskontrolle geschrieben worden, der inzwischen über 50 Jahre aktiv auf dem Gebiet der Flugsicherung weltweit tätig gewesen ist und die ersten 25 Jahre bei der deutschen BFS im Flugverkehrskontrolldienst und als Flugsicherungs-Systemplaner und -Erprober verbrachte.

Die vorliegende Zusammenstellung von Aufzeichnungen, Unterlagen und Erfahrungen erfüllt einen historischen Zweck. Die Anregung hierzu entstand anläßlich einer Feier der Deutschen Flugsicherung zum 50-jährigen Bestehen von Rhein Control am 19. Juli 2007 am jetzigen Standort der Zentrale in Karlsruhe. Sie wurde vom Autor unabhängig von fremder, externer Unterstützung auf der Grundlage verfügbarer Dokumente aus dem Archiv der Vereinigung ANSA in der Schweiz verfaßt. Die Erstellung des Berichts dauerte 18 Monate und wurde privat von F. Werthmann und dem Autor finanziert. Diese Flugsicherungszentrale war bei allen Angehörigen der Flugsicherungs-Organisationen West Europas in der Nachkriegszeit als die einzige wirklich gemeinsam betriebene Zentrale für die Leitung der zivilen und militärischen Flüge im oberen Luftraum bekannt. Man kann sagen, daß Rhein Control schon in 1950'er, 1960'er und 1970'er Jahren mit Problemen konfrontiert war, die viele andere Flugsicherungs-Organisationen in Europa erst viele Jahre später zu spüren bekamen. Der Autor versucht die Geschichte dieser Zentrale und ihre Entwicklung in unbeeinflußter Weise, beruhend auf der Präsentation heute noch verfügbaren Quellenmaterials zum ersten Male zum Zweck der Dokumentation darzustellen.

Arbeitsplatz bei Rhein Control
Abbildung: Arbeitsplatz bei Rhein Control

Die Flugverkehrskontrolle ist primär ein Englisch sprechender Verkehrs- und Berufszweig und Rhein Control war eine ausschließlich Englisch sprechende Flugsicherungzentrale, da ihr Gründer und erster Betreiber die US-Luftwaffe in Europa war. Auch daher ist dieser Bericht in englischer Sprache geschrieben worden. Die meisten Unterlagen der ehemaligen BFS, des Bundesverkehrsministeriums und des Amtes für Flugsicherung der Bundeswehr über Rhein Control sind nicht mehr existent. Die Kommentare zu einigen der Quellenpapiere in dieser Dokumentation sowie alle genannten Bezüge und Vorfälle zum Zwecke der Erklärung und Klarstellung beruhen auf nachweisbaren Ereignissen und dazugehörenden offiziellen Unterlagen. Sie stellen zumeist Unterlagen dar, die dem Autor für die Erstellung dieses Berichtes selbst vorliegen bzw. auf seiner eigenen beruflichen Erfahrung und Kenntnis als Flugverkehrsleiter und Fachmann für zivil/militärische Koordination, Kooperation und Integration beruhen. Dieses Quellenmaterial wurde dem staatlichen Archiv des Landes Sachsen in Dresden übergeben. Bei der Zusammenstellung der Informationen für diesen Bericht wurden Protokolle, Vermerke und Korrespondenz der ehemaligen BFS und einiger ihrer Außenstellen, US-amerikanische historische Tatsachenberichte der Jahre 1955 bis 1962, Protokolle und Schriftverkehr der beiden deutschen Ministerien und ihrer nachgeordneten Stellen sowie Diskussionen mit ehemaligen Angehörigen dieser Zentrale und ihren Leitern verwendet, vervollständigt durch persönliche Erfahrung. Falls diese Chronik den Eindruck entstehen läßt, daß Rhein Control bis August 1960 eine rein US-militärisch geeignete und betriebene Flugsicherungszentrale war, dann ist dieser Eindruck richtig. Das ist es, was sie war. Danach blieb sie eine US-Luftwaffeneinrichtung bis 1964, jetzt allerdings betrieben mit zivilem Personal der BFS und all die folgenden Jahre weiterhin unterstützt durch eine Einheit der Deutschen Luftwaffe.

Radarbildschirm bei Rhein Control
Abbildung: Radarbildschirm bei Rhein Control

Rhein Control war die Wiege einer Reihe von Methoden und Betriebsverfahren für die Flugverkehrskontrolle, welche bislang in der zivilen Flugsicherung entweder noch nicht erforderlich oder aber unbekannt waren. Diese Flugsicherungszentrale, die Art und Weise ihrer gemeinsamen, zivil/milititärisch inegrierten Betriebs- und Arbeitsverfahren, war einzigartig in ganz Westeuropa bis 1977; und ebenso danach, nachdem sie eine kollozierte zivil/militärische Zentrale unter der rechtlichen und technischen Zuständigkeit der Organisation EUROCONTROL wurde, die bis 1986 andauerte. Warum war Rhein Control einzigartig? Es war die Kombination ihres gemeinsam durchgeführten Betriebs, der Strukturierung des oberen Luftraums und der Flugsicherungs-Kontrollverfahren mit Personal, welches alle Arten von zivilen und militärischen Flügen leitete, zumindest in den ersten Jahren ihres Bestehens; in einer Zeit des Kalten Krieges mit überwiegend militärischen Ausbildungs- und Sonderflügen und häufiger grosser NATO Luftwaffen-Manöver.
German Air Traffic Control During The Cold War: The Story of Rhein Control
German Air Traffic Control During The Cold War: The Story of Rhein Control
The Operation of ATC in Southgermany's Upper Airspace 1957-1977
Dritter Teil über die Entwicklung der Flugsicherung in Deutschland
Frank W. Fischer

552 Seiten in englischer Sprache
Verkaufspreis: 76,96 Euro
ISBN-13: 978-1-5369-9439-1

Erhältlich im Buchhandel, beispielsweise bei www.Amazon.de oder www.Amazon.com.
Eine kostenlose Leseprobe steht bei Google Books zur Verfügung.
Rhein Control Erbeskopf

Radar Luftraum Rhein Control
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Einführung: So wie die Dinge damals standen
Rhein Control: Was verbirgt sich hinter diesem Namen und was ist Flugsicherung?
Westdeutschlands Flugsicherungsienste nach 1945
Das Erfordernis für die Schaffung der Flugverkehrs-Kontrollzentrale Rhein Control
Rhein Controls Vorgänger und seine Entwicklung
Rhein Controls Umfeld, der Ort Birkenfeld und die Geschichte der US-Basis
Rhein Control, eine alleinige US-militärische Flugsicherungszentrale bis Ende 1960
Rhein Controls Tätigkeit in Birkenfeld unter dem Regime der BFS
Ein neues Zuhause und neue Verfahren
Süddeutschlands oberere Luftraumstruktur und Flugstreckennetz
Der zivile und militärische Flugverkehr
Die Luftverteidigung als Rhein Controls Partner
Die Rolle der Deutschen Luftwaffe bei Rhein UAC
Der Einfluß von EUROCONTROL auf Rhein UAC
Betriebliche Unzulänglichkeiten und Vorfälle
Rhein Controls Infrastruktur auf dem Erbeskopf
Berufslaufbahn und Fürsorgepflicht

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